Es gibt Momente, die sich nicht groß ankündigen und gerade deshalb im Kopf bleiben. Für uns war die Anfrage von Apple genau so ein Moment. Nicht, weil plötzlich alles anders war. Sondern weil sie uns auf eine sehr direkte Weise gezeigt hat, dass unsere Arbeit auch außerhalb unserer eigenen Welt gesehen wird.
2021 startete Apple erstmals eine deutsche Version von „Hinter dem Mac“. Die Kampagne brachte 23 Kreative aus unterschiedlichen Bereichen zusammen — aus Musik, Design, Illustration, Schauspiel, Mode, Fotografie, Street Art, Regie, Medien und Entwicklung. Wir waren Teil dieses Line-ups. Für uns war das kein klassischer „Habibi-Moment“ im Sinne einer eigenen Kampagne. Es war etwas anderes: die Erfahrung, in einem größeren kreativen Zusammenhang aufzutauchen und dort ganz selbstverständlich mitzustehen.
Vielleicht war genau das das Besondere daran. Dass es nicht nur um uns ging, sondern um eine Auswahl von Menschen und Projekten, die für unterschiedliche Formen von Gegenwart, Gestaltung und kreativer Arbeit standen. Apple spielte die Kampagne in Deutschland auf der eigenen Website und über Bewegtbild aus; in den Berichten dazu wird sie als deutsche Ausgabe der bekannten „Behind the Mac“-Reihe beschrieben, die zuvor vor allem in den USA und Großbritannien lief.
Für uns bekam dieser Kontext aber noch eine zweite Ebene, als er aus dem Screen in den Stadtraum kippte. Plötzlich tauchten wir auf einer riesigen Werbefläche an den Hamburger Docks auf, dazu in U-Bahn-Stationen und an weiteren Orten im Stadtbild. Solche Momente haben etwas Surreales — besonders, wenn man als junge Brand sonst vor allem aus eigener Energie arbeitet, aus Ideen, Entwürfen, kleinen Entscheidungen, langen Nächten und dem Willen, etwas Eigenes aufzubauen.
Genau deshalb ist uns diese Erfahrung bis heute so präsent. Nicht, weil sie laut war. Sondern weil sie uns still bestätigt hat, dass kreative Arbeit Wege gehen kann, die man selbst nicht komplett planen kann. Dass eine Brand wie Habibi, die aus einer sehr eigenen Haltung heraus entstanden ist, plötzlich in einem Umfeld sichtbar wird, das größer ist als der eigene Radius.
Rückblickend war das für uns weniger ein Werbemoment als ein Anerkennungsmoment. Einer dieser seltenen Augenblicke, in denen man kurz innehält und merkt, dass das, was man aufgebaut hat, nicht nur intern Bedeutung hat, sondern auch von außen gelesen wird.



